Zu erst möchte ich mich ganz herzlich bedanken für Eure Ratschläge per Mail, als Blogkommentar und auf anderen Wegen. Schweinchen ist wieder wohl auf und die “Schönheits-OP” ist gut geglückt wie ihr hier sehen könnt.
Den entscheidenden Hinweis gab mir Simone. Sie hat mir geraten, Strickfilzen und Trockenfilzen zu kombinieren. Das habe ich dann auch getan. Im Endeffekt ist es eine Verknüpfung von all meinen Therapievorschlägen mit Strickfilzen geworden.
Zuerst habe ich vier verschiedene Garne gemixt und zusammen verstrickt, die den ungefähren Fellfarbton ergeben: zwei verschiedene Rosatöne, einmal weiß und einmal beige Mohair. Das so entstandene Toupet hatte ich zuerst bei 40 Grad und weil mich das Ergebnis noch nicht zufrieden stellte nochmals bei 60 Grad gewaschen. Leider kannte ich nicht mehr die Zusammensetzung meiner Wollreste. Nichts desto trotz hatte ich nun eine Grundlage mit der ich arbeiten konnte.
Zuerst habe ich die Rücknaht ein Stück aufgetrennt und die Schaumstoffflockenfüllung entnommen. Als das Klebeband dann ab war, habe ich die verkohlten Ränder beschnitten und das Toupet eingenäht. Das Ergebnis war noch nicht so optimal. Die Wunde war gerötet und großporig: Zeit für die (Trockenfilz-) Akupunktur-Behandlung mit wollweißem Wollfilz. Davor hatte ich die Stelle mit der rosa Wolle benäht.
Dannach war die Stelle wieder zu hell. Also habe ich kleine Fadenstücken (ca. 2 mm) der beigen und rosa Wolle geschnitten und mit verfilzt. Diesen Vorgang hatte ich mehrmals wiederholt, bis ich mit der Färbung und Struktur zufrieden war.
Dann konnte ich das kunterbunte Innenleben des Schweinchens wieder einfüllen und es zunähen. Hoffentlich ist da nichts bei ihm durcheinander geraten oder seine bunten Erinnerungen verloren gegangen?! Das wäre schade.
Das ist nun eine Nahaufnahme. Man kann zwar noch den Unterschied zwischen der ersetzen Stelle und dem Original erkennen. Ich meine aber, die Farbe ist einigermaßen realistisch bei der reparierten Stelle und außerdem hatte auch Schweinchen Babe ein Toupet ...